Wie heute im Spiegel zu lesen ist, hat Axel Springer kaufda übernommen:
Mit dem Kauf dürfte Springer dem eigenen werbegestützten Finanzierungsmodell seiner Print-Titel keinen Gefallen tun: Werden Prospekte einer Zeitung beigelegt, besteht die Gefahr, dass sich niemand für die Angebote interessiert. Diesen Streueffekt gibt es bei Kaufda nicht: Wer hier einen Prospekt aufruft, interessiert sich für die Angebote – die werbenden Unternehmen zahlen deswegen gerne Geld an Kaufda.
Wie wir hier bereits in mehreren Vergleichen festgestellt haben, hat sich damit Springer quasi den schlechtesten der drei Anbieter angetan. Das Produkt ist auf den ersten Blick zwar “knuffig” – blickt man tiefer bieten Konkurrenten wie marktjagd eine viel höhere Detailliebe und vor allem auf Produktebene Ergebnisse.
Ist man hier auf die im Vergleich zum eigentlichen Produkt geniale Pressearbeit der Firma reingefallen? Denn das TKP basierte Geschäftsmodell hat so sicherlich erhebliche Nachteile gg. anderen Ansätzen, die eher auf Flat-Fee Abos mit größerer Reichweite abzielen. Auch erscheinen mir die dort angegeben Kundenzahlen fraglich – zumindest was die zahlenden Kunden angeht. Schauen wir uns einfach mal die Fakten und Zahlen zum 31.12.2009 an – selbst wenn Kunden in größerer Zahl existieren sollten – sie scheinen teuer erkauft, denn bis Ende 2009 war das Geschäftsmodell hochdefizitär. Die Frage also ist – musste kaufda verkauft werden!? Warum lancierte man vor ein paar Wochen noch, dass die Deutsche Post kaufda übernimmt. Sehr spannend!
Und – macht Springer Fehler im Online Business? Spiegel sieht das wie folgt:
Die Springer-Strategie scheint also klar. Wenn schon die Anzeigen ins Netz abwandern, dann bietet man lieber selbst entsprechende Online-Dienste an als sie der Konkurrenz zu überlassen.




