Pater 2.0

Ab und an schau ich ganz gern in die Aktivitäten des Vatikan und freue mich, dass besonders bei den h20news ab und an philosophisch fundamentierte Beiträge zu unserer Neuzeit und auch dem Web 2.0 zu finden sind.

Das Web 2.0 und die „gebeutelte“ Generation.

Eine Jesuitenpater „Der Jesuit 2.0“ heißt P. Antonio Spadaro und ist seit mehr als zehn Jahren Redakteur der „La Civiltà Cattolica“, der renommierten jesuitischen Illustrierten, die sich mit Literatur, aber auch mit Musik, Kino und neuen Technologien im humanistischen Bereich beschäftigt.

Der Welt des Internet, verstanden nicht als Mittel, sondern als Raum zur Kommunikation, widmete er ein Buch mit dem Titel „Web 2.0, Netze der Beziehungen“ (Edizioni Paoline).

Nach P. Spadaro hat das Web nichts anderes gemacht, als die uralten Bedürfnisse des Menschen zu vertiefen und ihnen ein neues Kleid zu geben.

„Ich beschäftige mich mit Neuheiten, die ja eigentlich keine Neuheiten sind. In dem Sinne, dass sie auf tiefe, uralte Bedürfnisse des Menschen antworten. All diese sozialen Netzwerke, die als neu bezeichnet werden, antworten in Wirklichkeit auf tiefe Bedürfnisse, die der Mensch schon immer hatte. Aber man könnte sagen, dass die Evolution des Netzes eine biologische Evolution ist, die nichts von dem zerstört, was vorher da war. Und selbstverständlich wird das, was jetzt lebendig ist, auch überwunden, nicht in dem Sinne, dass es obsolet wird, es wird alt und etwas völlig Neues wird wachsen..sicherlich wird alles, was wir leben, nicht einfach mit einem Schlag überwunden, es wird in etwas Zusätzliches integriert.“

Der Jesuit, der sich sowohl der intensiven Tätigkeit als Essayist und als auch der des Lehrers widmet, ist von jeher sehr aufmerksam und sensibel gerade für jugendliche Phänomene.

„Diese Generation, meiner Meinung nach, die Generation der Jugendlichen heute ist eine ein wenig seltsame Generation, ein wenig „gebeutelt“ von der Neuheit. Warum? Weil die Jugendlichen von heute geformt und erzogen werden von Menschen, die selber eine Erziehung hatten, die substantiell mit Büchern verbunden war, dann leben sie die Neuheit –wenn wir es so nennen möchten- des Netzes, aber gleichzeitig sind sie gewöhnt, es in der Mentalität derer zu lesen, die sie erziehen, die indessen nicht an das Netz gewöhnt sind. Dann ist es eine Generation, die verschiedenen Phänomene lebt, aber nicht imstande ist, sie zu durchschauen. Paradoxerweise, in meinen Augen, haben diejenigen, die wie wir gewöhnt sind, die Realität in einer, nennen wir es  „Buchweise“ zu sehen,  die besten Kategorien, um die Realität der Jugendlichen zu interpretieren, die diese indessen in ihrer eigenen Haut leben. Es wird nötig sein darauf zu achten, dass die Jugendlichen in ihrer Art erzogen werden, um bei etwas Neuem zu helfen.“

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