Kaufda – 8 Mio. Werbeetat!?

Ein sehr interessanter Artikel bei kress.de kolportiert heute erste Geschäftszahlen von kaufda.de. Dort heisst es:

Zwei Jahre nach der Gründung nennt das Prospektportal kaufDa erstmals konkrete Geschäftszahlen, um die das Berliner Start-Up bislang ein Geheimnis gemacht hat: Im Jahr 2010 hat das Unternehmen demnach 8 Mio Euro Werbevolumen angelockt, insgesamt seien 120 Großkunden an Bord, so kaufDa-Chef Christian Gaiser.

Rund 11 Mio Unique User hat die Plattform nach eigenen Angaben, alle 80 Partnerseiten eingerechnet. 1 Mio davon kommen über die mobilen Plattformen wie iPhone, iPad oder Android-Smartphones. Die mobilen Endgeräte machten bereits heute ein Fünftel der Erlöse aus. …

Auch wenn die absoluten Zahlen im Vergleich zu den Budgets klassicher Print-Prospekt-Werbung gering wirken, ist die erste Marke durchaus ein Erfolg für das Geschäftsmodell an sich. Auch das Münchner Start-Up MeinProspekt mit leicht anderer Strategie (kress.de vom 11. November 2010) und neuerdings die Deutsche Post AG mit „allesnebenan.de“ (kress.de vom 4. November 2010) fahren auf der Schiene.

Mit der ersten Bilanz sieht kaufDA-Chef Christian Gaiser seine Geschäftsidee bestätigt, kaufDa beschleunige letztlich durch Konzentration auf seine Reichweite das weitere Wachstum in der regionalen Online-Werbung. Zudem stützt er sich auf eine GfK-Studie, wonach rund die Hälfte aller Deutschen ein Interesse hätten, die herkömmlichen Blättchen auch online zu lesen. „Diese Ergebnisse übertreffen sogar unsere eigenen Erwartungen“, sagt Gaiser. Er habe zu Anfang des Jahres mit etwa 3 Mio Euro Werbevolumen gerechnet. Fürs kommende Jahr hat sich Gaiser den Break-Even als Ziel gesetzt.

Offiziell kassiert kaufDa 30 Cent von den Werbekunden pro Prospektöffnung. Oft allerdings sind die Werbe-Etats der Kunden nach oben hin gedeckelt. Ein guter Anfang ist gemacht; es gilt weiter, die Kunden vom Vorteil des Geschäftsmodells zu überzeugen, um ihnen größere Etats abzunehmen.

Also zu dem Artikel fallen mir spontan einige Fragen ein:
– was bedeuten 8 Mio. Werbeetat? Brutto/Netto?
– wieviel haben dieWerbetreibenden wirklich an Umsatz bei kaufda gelassen?
– wenn die 30 Cent pro Öffnung stimmen, müsste der Break-Even da nicht längst erreicht seinm, bei so vielen Abermillionen an Aufrufen
– sind 120 Großkunden wirklich viel bei einer wesentlich größeren Anzahl an Filialisten in Deutschland?
– wie steht es mit regionalen Kunden?
– ob und wieweit sind virtuelle Prospekte ein Ersatz für phsyische? Substituieren diese die physischen oder ist das ein neuer Markt?

Ich denke, man sollte sich mal Gedanken machen, wo die Reise dort hingehen könnte oder?

 

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