Angebotsfinder – Check: Besucher, Traffic und sonstige Entwicklungen – heute: marktjagd.de

Heute betrachten wir in der Reihe Angebotsfinder und was aus ihnen geworden ist Marktjagd – der nominell zweitgrößte Wettbewerber, wenn es im digitale Prospekte im deutschsprachigen Internet geht. Wir  vergleichen hier wieder die Besucherzahlen / Trafficzahlen. Hierzu benutzen wir die Ergebnisse der Seite Push2Check.com, die sehr übersichtlich die wichtigsten Treiber der Besucher- und Trafficzahlen zusammenstellt und über den Zeitablauf archiviert hat:

Wie zu erkennen konnte marktjagd.de sich im Alexa Rank über die Jahre kontinuierlich steigern und steht mit einem Pagerank von 5 gut da. Zu dem nächsten Konkurrenten vom Konzept her –  MeinProspekt.de konnte ein eindeutiger Abstand (gem. Alexa) herausgearbeitet werden:

Im Bereich Pageviews/Users konnte das Portal sich eindeutig absetzen – hier scheinen Portale wie kaufda.de oder meinprospekt.de weniger für die Konsumenten bereitzuhalten. Dies mag sicherlich auch mit dem Herunterbrechen der Prospekte auf einzelne Angebote liegen, was bei den anderen Portalen nicht so umfangreich gelöst ist.

Auch ist marktjagd.de durch diverse Integrationen u.a. in nahklick.de etc. recht breit aufgestellt und sammelt so an den unterschiedlichsten Stellen relevanten Traffic ein.

Im folgenden Artikel beleuchten wir dann wie gewohnt die Leute, die dahinterstehen und die wirtschaftliche Entwicklung.

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Angebotsfinder – Check: Wirtschaftliche Entwicklung kaufda

Ich möchte die künftigen Analysen dadurch anreichern, indem ich mir auch ein wenig genauer die Gesellschafterstruktur und die öffentlich zugänglichen Zahlen der wirtschaftlichen Verhältnisse anschaue. Wie beim letzten mal begonnen, betrachten wir zunächst einmal den nach Traffic gem. Alexa genommen, den anscheinend größten Player im Markt – kaufda.de, bevor wir in den nächsten Folgen uns näher Player wie Marktjagd.de, MeinProspekt.de, Nahklick.de und kleinere anschauen.

Betrachten wir uns zunächst einmal die Gesellschafterstruktur von kaufda bzw. der dahinterstehenden Gesellschaft – die Juno Internet GmbH (Stand 18.04.2012):

Axel Springer AG            71,62 %
Juno Internet GmbH        4,37%
CG Ventures GmbH          8,94%    (GeFü Christian Gaiser)
TMM Ventures GmbH      8,94%   (GeFü Tim Marbach)
TCF Ventures Ltd              6,13%    (Thomas Frieling)

Entsprechend der vorliegenden Infos ist Axel Springer demnach zum 3.3.2011 Anteilseigner geworden.

Gründerszene kolportiert, dass der Kauf der Anteile durch Axel Springer zwischen 25 und 30 Mio. EUR gekostet haben soll.

Betrachten wir uns einmal die aktuellsten Zahlen – sprich den Jahresabschluss zum 31.12.2010, so finden wir folgendes:

Demnach wurden in den vorliegenden zwei Jahren 989.658 EUR „verbrannt“. Das nenne ich mal eine würdige Burn Rate – rechnet man mal hypothetisch weiter, wie weit kaufda dann ohne den Einstieg von Axel Springer mit der zum 31.12.2010 bestehenden Cash Reserve gekommen wäre (643 TEUR / 12 = 54 TEUR monatliche Cash Burn Rate in 2010) – ergibt bisschen mehr als ein halbes Jahr (sprich exakt 7,59 Monate). Vernachlässigen wir an dieser Stelle bewusst Forderungen und Verbindlichkeiten, zumal diese in 2010 beide extrem in die Höhe geschossen sind und aufgrund des verkürzten Abschlusses sinnhafte Informationen hierzu fehlen.

Selbst wenn man das Geschäftsmodell als extrem innovativ bewerten würde (was sich allein schon aufgrund der bestehenden und aus meiner Sicht teilweise innovativeren Konkurrenz verbieten sollte), fällt es mir als Ökonom extrem schwer nachzuvollziehen, woher die genannten Kaufpreise kommen sollen. Zum damaligen Zeitpunkt war die Firma offenbar weit entfernt vom Break Even. Ob die bis dahin beteiligten Dr. Glänzer und Co. weitere Millionenbeträge reingepumpt hätten?

Fazit:

Dies in Summe lässt mich an der Sinnhatigkeit des Geschäftsmodells zweifeln und vor allem an den genannten Kaufsummen, zumal ich davon ausgehe, dass Axel Springer durchaus des Rechnens mächtig ist und vor allem sie mit Sicherheit wussten, was ihre Mediapower für die Juno Internet GmbH bedeutete. Vielleicht ergaben sich die genannten Summen aber auch wiederum „nur“ aus zugesagter Mediapower – ein altbekanntes Spiel vor allem von Investoren aus dem Mediabereich, die gern mit Bruttomediainvestitionsangaben die Werthaltigkeit einer Investition nach Außen in die Höhe treiben.

To be continued…

Angebotsfinder – Check: Besucher, Traffic und sonstige Entwicklungen – heute: kaufda.de

Liebe Freunde dieses Blogs, wie Ihr Euch vielleicht entsninnen könnt haben wir vor ca. 2 Jahren damit begonnen, neue Angebotsfinder zu testen und zu bewerten. Nun knapp zwei Jahre danach wollen wir mit einer neuen Serie schauen, wie sich diese Angebotsfinder entwickelt haben und was aus Ihnen geworden ist – zunächst startenwir mit einem Vergleich der Besucherzahlen / Trafficzahlen. Hierzu benutzen wir die Ergebnisse der Seite Push2Check.com, die sehr übersichtlich die wichtigsten Treiber der Besucher- und Trafficzahlen zusammenstellt und über den Zeitablauf archiviert hat. Beginnen wir heute mit dem Digitalen Prospekteanbieter kaufda.de:

Wie zu erkennen konnte kaufda sich sowohl im Alexa Rank als auch bei Compete.com über die Jahre kontinuierlich steigern und steht mit einem Pagerank von 6 ausserordentlich gut da. Zu den nächsten Konkurrenten vom Konzept her – Marktjagd.de und MeinProspekt.de konnte ein eindeutiger Abstand (gem. Alexa) herausgearbeitet werden:

Im Bereich Pageviews/Users muss sich das Portal jedoch hinten einreihen – hier scheinen kleinere Portale wie marktjagd.de oder nahklick.de einen Vorsprung herauszuarbeiten in den letzten Monaten. Woran dies liegen mag, untersuchen wir später in der Reihe:

Marktjagd.de – der ultimative Angebotsfinder!?

Dank eines hilfreichen Hinweises bin ich auf Marktjagd.de gestoßen. Mir sagte diese Firma aus Dresden zunächst nix. Dann betrachtete ich ein wenig ihren Traffic:

Man erkennt, dass scheinbar dieses Portal größer ist als MeinProspekt.de. Wie gesagt, man soll mit den Alexa Angaben allerdings auch vorsichtig sein, wobei die Relationen meist stimmen.

Dann betrachtete ich mir das Ganze genauer.

Was überzeigt:

– gutes Handling
– relativ genaues Geotargeting (hier landete ich in Kall und nicht in Aachen wie bei kaufda – das ist 50km besser ;-))

– gute Volltextsuche – bei einigen Anbietern hat Marktjagd vollumfängliche Texte hinter die Angebote hinterlegt – man kann vermuten, da es sich zumeist um Online bestellbare handelt, dass diese Daten auf irgendeine Art gecrawlt sind.
– Was auch positiv auffältt, dass man in den Prospekten nach Begriffen suchen kann – ein absolutes Plus – wie man dies macht? Ich vermute mit einer OCR Software
– die großen Filialisten scheinen sogar für unser kleines Kaff vollständig und daneben gibt es einzelne kleine Händler
– bei den meisten sind Öffnungszeiten hinterlegt und man kann auch nach Öffnungszeiten suchen / eingrenzen (sprich, was hat jetzt offen)

Was nicht so gefällt:

– Wenn man schon die einzelnen Prospekte durchsuchen kann, warum erscheinen dann diese Ergebnisse nicht in den Angeboten, sondern unter Prospekte? Das verwirrt!
– Es wird suggeriert, man könne dem Anbieter eine Email schreiben, gelangt jedoch auf ein Kontaktformular – wo landet dann meine Email wirklich?
– Dienstleistungen fehlen leider
– es existiert eine einfache Sternchenbewertung – aber was sagt diese aus?

Zusammengefasst:

Meines Erachtens das zur Zeit beste Prospektportal zur Zeit am Markt – allerdings, nicht so gut, dass man es nicht noch verbessern könnte. Dennoch – weiter so!

Kaufda.de vs. MeinProspekt.de

Die Idee ist bestechend einfach und doch brilliant. Alle bisher oft nutzlos im Papiermüll landenden Prosepkte großer Filialisten werden nunmehr Online abgebildet. Diese Idee führte m.W. als erstes Kaufda in Deutschland ein. Zu Beginn vergab man sich quasi selbst auch noch ein Umweltsiegel, was die gut gemachte Pressearbeit weiter unterstützte.

Diesen Vorsprung vermittelt auch Alexa:

Ich will an dieser Stelle versuchen (rein subjektiv) die beiden sich nun in Deutschland tummelnden großen Plattformen dieser Art einmal miteinander zu vergleichen – kaufda.de und MeinProspekt.de:

kaufda.de

Was mir sofort gefiel bei kaufda – die ganze Anmutung ist sehr ansprechend, es wirkt übersichtlich. Was auch ein schöner Versuch ist, ist den Besucher mittels Geotargeting gleich in die richtige Region einzuordnen. Dass dies aber leider bei zu kleinem Radius regelmäßig schief geht, erkennt man an meinem Heimatort Blankenheim – ich wurde als Aachener verhaftet. Nun gut. Besser als nichts. Was allerdings ein wenig ärgerlicher ist – wenn ich meine PLZ eingebe und dann auf meinen Ort schaue, so scheinen wir ja garnichts an großen Filialisten zu haben. Ich meine, wir sind hier schon ziemlich fern jeglicher Zivilisation, aber den Rossmann, Schlecker und ReWe in der Karte zu ignorieren, ist wenig hilfreich oder? Fairerweise findet man diese dann teilweise rechts in dem Angebot weiterführender Prospekte, wenn man ein Prospekt offen hat. Aber warum nicht in der Karte?

Was sehr gefällt sind die Icons in der Karte und auch die Darstellung der Prospekte in Flashform. Was ich vermisse ist ein direktes Anklicken der Prospekte aus der Karte heraus.

Was auch ein wenig dem eigenen Anspruch widerspricht Papiermüll zu vermeiden ist, dass ich die Prospekte nur ausdrucken kann und ich nirgends die Möglichkeit fand einzelne Seiten herunterzuladen und so zu einem eigenen Einkaufszettel zusammenzufügen.

MeinProspekt.de

Mein Prospekt.de wirkt auf mich insgesamt ein wenig konservativer. Leider geht hier Blankenheim total unter 😦 Hier muss ich mindestens 15km fahren zum nächsten Euronics.

Der Versuch des Geotargetings wird erst garnicht unternommen. Was mir hier besser gefällt ist das stufenlose Vergrößern der einzelnen Prospekte.

Zusammengefasst:

Beide Ansätze Prospekte online abzubilden finde ich sehr gut. Trotz der Vielzahl der Kategorien fehlen mir leider die kleinen Einzelhändler vor Ort. Wenn es das gäbe, wären es mal wirkliche Angebotsfinder für jedermann 🙂

HalloHeimat – Konkurrenz für kaufda!?

GoYellow betritt mit HalloHeimat Neuland für ein Branchenbuch und ergänzt sein Angebot um regional ausgesteuerte Prospekte. Wie ich meine ein endlich überfälliger Schritt. Insofern finde ich das sehr spannend.

Optisch finde ich jedoch, dass kaufda hier im Vergleich noch weit vorn liegt und HalloHeimat hier sich noch eine Scheibe abschneiden kann: