Woran erkenne ich einen guten Angebotsfinder/Kundenfinder?

Nachdem wir an dieser Stelle in 7 Kapiteln uns die wohl wichtigsten und seriösen potenziellen Angebotsfinder in Deutschland betrachtet haben (Google, allesnebenan.de, guenstiger.de, meinestadt.de, GelbeSeiten) ist es nun meine Erachtens an der Zeit zu subsumieren, welches die wichtigsten Kriterien sind, um sich als Geschäftskunde für einen Angebotsfinder entscheiden zu können.

Es tummeln sich leider immer mehr  Anbieter auf dem Markt, so dass es immer unüberschaubarer wird. Diese verkaufen ihre Einträge zum Teil via Telefon (sog. Call-Center) oder sogar mit Massen-Vertrieben vor Ort, die direkt zu den Firmen ins Geschäft kommen.  Woran erkenne ich aber nun einen guten Angebotsfinder? Hier ein paar Tipps:

a) Wieviele Einträge gibt es bereits in der Datenbank?
Denn wenn Sie einer der wenigen sind, heisst dies nicht, dass sie der einzig Clevere sind, sondern dass diese Seite recht irrelevant für potenzielle Kunden ist. Was würden Sie denken, wenn sich eine Seite Angebotsfinder nennt und sie dort bei der Eingabe beliebiger Stichworte nichts oder nur sehr wenig Angebote finden. Die Seite ist also für sie irrelevant.

b) Wie umfangreich sind Ihre Darstellungsmöglichkeiten?
Sehen Sie nur bunte Bildchen? Gibt es gut strukturierte textliche Darstellungsmöglichkeiten? Wie wertig wirkt die Seite? Denn auch hier gilt – wie die Seite wirkt, so wirken Sie beim Endkunden!

c) Wird Ihr Angebot auch gefunden?
Sprich findet man Angebote, die beim sog. Angebotsfinder eingestellt sind auch bei Google? Vorsicht ist immer geboten, wenn die Angebote nur in bildlicher Form dargestellt werden, denn Google erkennt Bilder schlecht bis garnicht.

d) Wieviel Traffic ist auf der Seite?
Hierzu sollte Ihnen der ehrliche Vermittler seinen Google Analytics Account zeigen oder noch besser – das Angebot ist IVW geprüft. Auch hier gilt – ohne Traffic ist die schönste Seite für Sie als Kunden wertlos, denn Sie wollen ja neue Kunden finden und neue Umsatzquellen erschliessen. Lassen Sie sich am besten erfolgreiche Beispiele zeigen und Referenzen geben, die Sie ggf. anrufen können.

e) Wer sind die handelnden Personen hinter dem Portal?
Was haben diese zuvor gemacht? Entstammen sie etwa Strukturvertrieben oder sind es Handelsvertreter, die auch gern noch mehr Geschäfte mit Ihnen machen würden? Gehören Sie zu Firmen, die bereits in der Vergangenheit unangenehm aufgefallen sind – hierzu gibt es eine Menge Einträge bei Google unter dem Stichwort: betrügerische Branchenbücher.

f) Verfügbarkeit der Leistung / AGB / Datenschutz
Grenzwertig zu betrachten sind Anbieter die in Ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) so gut wie nichts gewährleisten – wofür zahlt man dann eigentlich?

XYZ übernimmt für die ununterbrochene Abrufbarkeit der von ihr zu veröffentlichenden oder veröffentlichten Inhalte keine Gewährleistung.
XYZ  gewährleistet keine bestimmte Anzahl von Kontakten.
XYZ Eine dauerhafte, feste Position im Ranking wird nicht zugesagt.

Achten Sie auch ganz besonders auf die Datenschutzbestimmungen. Auch hier kann sich hinter vermeintlich guten Klauseln so manch verborgenes Schlupfloch befinden (unbestimmte Rechtsbegriffe wie „technische Administration der Webseiten“, „Erfüllung Ihrer Anforderungen“ etc. sollten immer kritisch hinterfragt werden).

g) Wieviel Werbung wird für die Seite gemacht – sowohl on- als auch offline?
Denn auch hier gilt – Werbung für das Portal = potenzielle Neunutzer = potenziell neue Kunden für Sie!

Wenn Sie dies beherzigen, ein wenig sich im Internet umschauen (bspw. bei Google unter den Stichworten: Angebote (meiner Region), Branchenbuch, Gelbe Seiten etc.) oder besagte Seite testen und ggf. bereits bestehende Einträge einfach mal spontan bzgl. ihrer Erfahrungen anrufen, dann liegen Sie richtig.

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Regionale Angebotsfinder – Part IV – heute: Meinestadt.de

Heute betrachte ich nach dem bereits eingeführten Schema das Angebot von Meinestadt.de. Es handelt sich hierbei um eine der reichweitenstärksten Seiten im aufgezeigten Portfolio mit einem der umfangreichsten Informationsangebote. Diese sind teilweise so umfangreich, dass es fast schon wieder verwirrend wird.

Meine Wertung ergab folgendes Ergebnis – overall erreicht Meinestadt.de 93 von 120 Punkten – sprich 77,5% der erreichbaren Punkte – diese setzen sich wie folgt zusammen:

Größenkriterien: 29 von 30 Punkten

Aufbereitung der Einträge: 20 von 40 Punkten

Suche: 20 von 30 Punkten

Angebotsfinder: 15 von 20 Punkten

Alles in allem eine mächtige Seite, die m.E. leider durch zu viele Integrationen wie auch eine allgemeine Websuche an Übersichtlichkeit und damit Fokussierung auf das regionale Angebot ein wenig verliert.

Die vollständige Bewertung findet Ihr hier: analysemeinestadt.