kaufDa schluckt MeinProspekt

Auch wenn es gewisse Leute nicht gern sehen, wenn ich über Meinprospekt schreibe, so sehe ich dies als meine Chronistenplicht an – Deutsche StartUps berichtet wie folgt:

So sieht dann wohl eine klassische Konsolidierung aus: Das Berliner Start-up kaufDA, seit 2011 mehrheitlich in der Hand von Springer, übernimmt seinen Münchner WettbewerberMeinProspekt. Mit der Übernahme wollen die Hauptstädter ihre “führende Position bei mobilen, standortbezogenen Digital-Prospekten in Deutschland erweitern”. “Die Nutzergruppen der Vermarktungslinien von kaufDA und MeinProspekt ergänzen sich ausgezeichnet”, sagt kaufDa-Macher Christian Gaiser.

Weiter kommentiert Romy Schnelle vom HTGF:

“Wir freuen uns sehr darüber, als Seedinvestor von MeinProspekt einen sehr guten Exit erzielt zu haben. Schon früh haben wir an die Skalierbarkeit und das Potenzial digitaler Prospektwerbung geglaubt”, sagt Romy Schnelle, Investment Director beim HTGF. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Die letzte bekannte Bewertung stammt aus dem Jahre 2011 – damals war MeinProspekt mit 6,5 Millionen Euro bepreist.

Auch wenn es der ein oder andere nicht gern sieht – die Bilanzen einer GmbH sind öffentlich zugänglich im Bundesanzeiger und was lesen wir da zum GJ 2012?

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Wer nun Position B.III – Aktiva mit Position A.IV. Passiva vergleicht, dem dürfte etwas auffallen. Insofern dürfte die Bepreisung aus 2011 nicht mehr ganz erreicht worden sein 😉

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Kaufda.de vs. MeinProspekt.de

Die Idee ist bestechend einfach und doch brilliant. Alle bisher oft nutzlos im Papiermüll landenden Prosepkte großer Filialisten werden nunmehr Online abgebildet. Diese Idee führte m.W. als erstes Kaufda in Deutschland ein. Zu Beginn vergab man sich quasi selbst auch noch ein Umweltsiegel, was die gut gemachte Pressearbeit weiter unterstützte.

Diesen Vorsprung vermittelt auch Alexa:

Ich will an dieser Stelle versuchen (rein subjektiv) die beiden sich nun in Deutschland tummelnden großen Plattformen dieser Art einmal miteinander zu vergleichen – kaufda.de und MeinProspekt.de:

kaufda.de

Was mir sofort gefiel bei kaufda – die ganze Anmutung ist sehr ansprechend, es wirkt übersichtlich. Was auch ein schöner Versuch ist, ist den Besucher mittels Geotargeting gleich in die richtige Region einzuordnen. Dass dies aber leider bei zu kleinem Radius regelmäßig schief geht, erkennt man an meinem Heimatort Blankenheim – ich wurde als Aachener verhaftet. Nun gut. Besser als nichts. Was allerdings ein wenig ärgerlicher ist – wenn ich meine PLZ eingebe und dann auf meinen Ort schaue, so scheinen wir ja garnichts an großen Filialisten zu haben. Ich meine, wir sind hier schon ziemlich fern jeglicher Zivilisation, aber den Rossmann, Schlecker und ReWe in der Karte zu ignorieren, ist wenig hilfreich oder? Fairerweise findet man diese dann teilweise rechts in dem Angebot weiterführender Prospekte, wenn man ein Prospekt offen hat. Aber warum nicht in der Karte?

Was sehr gefällt sind die Icons in der Karte und auch die Darstellung der Prospekte in Flashform. Was ich vermisse ist ein direktes Anklicken der Prospekte aus der Karte heraus.

Was auch ein wenig dem eigenen Anspruch widerspricht Papiermüll zu vermeiden ist, dass ich die Prospekte nur ausdrucken kann und ich nirgends die Möglichkeit fand einzelne Seiten herunterzuladen und so zu einem eigenen Einkaufszettel zusammenzufügen.

MeinProspekt.de

Mein Prospekt.de wirkt auf mich insgesamt ein wenig konservativer. Leider geht hier Blankenheim total unter 😦 Hier muss ich mindestens 15km fahren zum nächsten Euronics.

Der Versuch des Geotargetings wird erst garnicht unternommen. Was mir hier besser gefällt ist das stufenlose Vergrößern der einzelnen Prospekte.

Zusammengefasst:

Beide Ansätze Prospekte online abzubilden finde ich sehr gut. Trotz der Vielzahl der Kategorien fehlen mir leider die kleinen Einzelhändler vor Ort. Wenn es das gäbe, wären es mal wirkliche Angebotsfinder für jedermann 🙂