Das Ende der klassischen (Online-)Branchenbücher!?

Wie spannend sind noch aktuelle Branchenbücher? Wer schaut noch in die gedruckten Ausgaben? Wie spannend sind in Zeiten von Qype, Google, Tupalo, superpages.com und Co. noch old-school Onlinebranchenbücher?

Was bringt der schönste bebilderte Eintrag, der hippste Betreuer oder Vertrieb, wenn die soziale Komponente fehlt?
Warum dafür mehr als 300 EUR im Jahr bezahlen, wenn man keinen direkten Kontakt zu seinen Kunden hat und maximal Emails bekommt?

Warum sich Leads vorqualifizieren lassen? Nach welchen Kriterien? Wie soll dies funktionieren?
Wie sollte der Branchenbuchvertreter meine Kunden besser kennen als diese sich selbst?
Was nützen mir die schönsten Angebotsfinder, wenn kein relevanter Traffic drauf kommt?

Das neue Zauberwort der Relevanz heisst „Social Yellow Pages“. Was bedeutet dies?

Es handelt sich dabei um Gelbe Seiten Portale mit sozialem Touch (Social Yellow Pages, SYP). Die User können sowohl lokal als auch weltweit unterschiedlichste Unternehmen entdecken, bewerten und beschreiben. Reviews und Bewertungen von Ortsansässigen werden dabei gesammelt und stellen sowohl für in einer Stadt lebende als auch Touristen eine hilfreiche Quelle dar um die besten Restaurants, Clubs, Bars, Pubs, Geschäfte oder andere Einrichtungen zu finden. Die Empfehlung durch Dritte ist dabei essentiell. Sie sind glaubwürdiger und relevanter für den Konsumenten, als einseitige Werbebeiträge.

Aber auch hier ist Obacht gegeben. Denn schon schicken sich die ersten Agenturen und Firmen an hier manipulativ in die Bewertungen einzugreifen.

Greg Sterling bspw. warnt vor “review fraud”:

As user reviews and other forms of user-generated content become a bigger phenomenon online so does the prospect of what might be called „review fraud…Having some system in place (that isn’t too Byzantine) to ensure the integrity of reviews is going to be important as more marketers try and „game the system.“

Eine spannende Entwicklung, die sicherlich der Zukunft gehören wird, solange die Ergebnisse nicht manipuliert sind und auch übersichtlich genug dargestellt!

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Regionale Angebotsfinder – eine Serie – Part I

Heute und in den nächsten Tagen möchte ich mich an dieser Stelle ein wenig mit regionalen Angebotsfindern auseinandersetzen. Früher – im Zeitalter vor dem Internet – gab es lange Zeit eigentlich nur ein Medium, welches einem es erlaubte regionale Anbieter zu finden – es waren die Gelben Seiten. Meist ein dicker Schinken, der einem regelmäßig gelifert wurde, oder den Oma nach Hause schleppen durfte. Nun im WWW-Zeitalter, haben sich viele verschiedene Anbieter auf den Weg gemacht, diese Lücke zu füllen. Dabei können wir folgende fünf Ansätze feststellen:

Verzeichnisse:  Telefonbuch, DasÖrtliche, Gelbe Seiten, Klicktel, GoYellow

Produktfinder:  Preissuchmaschine, Ciao, idealo

regionale Verzeichnisse / Communities: meinestadt, Qype

regionale Anzeigenmärkte: Quoka, kalaydo

Lieferantensuchmaschinen: Werliefertwas

Dabei sind die Größenverhältnisse lt. IVW teilweise erheblich unterschiedlich:

Erstaunlicherweise folgt auf ein reines Informationsmedium wie Telefonbuch schon eine Hybrid wie meinestadt. Entgegen der umfangreichen Außendarstellung und Bewerbung, die eine vermeintliche Größe unterstellt, liegt ein GelbeSeiten nur im Mittelfeld nach Visits.

Interessant ist auch die Entwicklung innerhalb dieser Kategorien in den letzten drei Monaten einmal näher zu betrachten:

Wie zu erkennen, steigen Angebote, die einen Community Aspekt beinhalten wie meinestadt oder Qype an, wohingegen reine Verzeichnisse stagnieren oder gar sinken.

Woran dies liegen kann, was die einzelnen Portale bieten und wie man sie vergleichen kann, all dies wird in den folgenden Kapiteln folgen,