Städteranking bei Twitter – Düsseldorf liegt an der Spitze

Gefunden bei der Nürnberger Zeitung:
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Sie sind das neue Marketinginstrument der Unternehmen, das neue Phänomen im Internet: die sozialen Netzwerke. Die bekanntesten unter ihnen sind Facebook, studiVZ, MySpace, Twitter oder auch YouTube. Ein sehr geringer finanzieller Aufwand macht es möglich mit diesen
Netzwerken ein sehr großes Publikum zu erreichen. Diese Mittel entdecken nun immer mehr Städte für sich und betreiben damit mal mehr, mal weniger intensiv Stadtmarketing. Schließlich wird es immer wichtiger sich in sozialen Netzwerken zu präsentieren.

Aus einer Pressemitteilung der Dresdner FDP hervor, dass »Dresden das Interzeitalter völlig verschläft.» Weder ist die Stadt noch der Dresdner Tourismus auf einer der Plattformen vertreten. Nach Meinung von Johannes Lohmeyer büßte der Dresdner Tourismus im letzten Jahr deshalb etwa 10% der Arbeitsplätze ein. Gutes Stadtmarketing muss offenbar auch die Netzwerke nutzen.

Andere Städte machen es besser. Unter den 15 größten Städten Deutschlands (Quelle: destatis 31.12.2008) twittern bereits 10 ganz offiziell, entweder mit einem Twitter-Symbol auf der Hauptseite oder mit einem Hinweis bei Twitter auf das Presseamt. Hamburg, München, Köln, Frankfurt a.M., Dortmund, Düsseldorf, Bremen, Leipzig, Duisburg und Nürnberg sind unter den fleißigen Städten. Man misst sich an Followern – also Personen die den Twitter der Stadt abonniert haben – und an Tweets – die Anzahl der Meldungen, die man
verfasst hat. Führend bei den Followern ist Hamburg (5000), gefolgt von München (2300). Die Stadt Nürnberg (980) landet auf dem 7. Platz, genau wie bei den Tweets (270). Hier führt die Stadt Köln 30 (1900) vor Frankfurt am Main (1870). Es gilt in maximal 140 Zeichen ein Thema auf den Punkt zu bringen und viele Interessen anzusprechen. Themen die getwittert werden betreffen mehrheitlich kulturelle Veranstaltungen, Hinweise zu Baustellen in der Stadt oder Angebote von städtischen Einrichtungen. Oft ist es nur ein kurzer Satz, der auf einen Link mit mehr Information verweist.

Die erste Meldung im Twitter veröffentlichte das Online-Büro der Stadt Nürnberg am 27. Februar 2009 und war damit bei den 15 größten Städten vorne mit dabei. »Wir müssen noch herausfinden welche Themen unsere Follower interessieren. Unsere erfolgreichsten Themen waren bis jetzt Google Street View und die Webcam der Stadt», sagt Robert Hackner, Leiter des Online-Büros. »Eigentlich wollten wir zuerst den Namen ’nuernberg_de‘ besetzen, doch nun versuchen wir eine Offensive um zu sehen ob und wie viele Menschen wir dadurch erreichen können.»

Die Stadt Mannheim hatte es wohl etwas verschlafen sich den Namen bei Twitter zu sichern und ging deswegen gegen die Firma mikogo.de vor Gericht. Mikogo.de hat sich den Namen ‚Mannheim‘ bereits 2007
sichern lassen.

Seit Februar 2010 fanden sich beim Twitter von nuernberg_de rund 12% mehr Follower ein. Die Congress und Tourismuszentrale Nürnberg (nuernberg_info) sowie Nürnberg Kultur (nuernbergkultur) twittern fleißig mit.

Auch auf Facebook sind einige Städte präsent. Es ist jedoch recht schwierig herauszufinden, welche Gruppe offiziell vom Presseamt bzw. der Tourismuszentrale eingerichtet wurde und welche von Privatleuten betrieben wird.

Nürnberg hat mittlerweile fast 12.000 Fans auf Facebook und liegt damit auf Platz 4 im Städtevergleich. Führend ist hier Berlin mit über 120.000 Fans.

Die Stadt Duisburg ist eine der aktivsten Städte in 60 den neuen Medien und betreibt sogar einen eigenen YouTube-Kanal. Aktuell haben die Videos der Tanztage und der Podcast des Bürgermeisters die höchsten Klickzahlen. Die Hansestadt Hamburg hat eine Seite bei MySpace und präsentiert dort die aktuellsten Informationen und Videos. Auf der Seite der Congress und Tourismuszentrale Nürnberg (CTZ) findet sich zwar kein Link zu Flickr, doch wenn man danach sucht, findet man Fotos vom CTZ auf der eigenen Seite beim Bilderportal.

Es ist schwierig den Erfolg dieser neuen Strategien zu messen und das lässt wohl noch viele Städte zögern. Die Kosten sind zwar gering, aber es muss viel Zeit aufgewendet werden um die Auftritte in den Netzwerken zu pflegen.

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