Regionale Angebotsfinder – der Markt – Part II

Die in Part 1 bereits vorgenommene Kategorisierung der sich mehr oder minder um den regionalen Angebotsmarkt kümmernden Websites, habe ich nun einmal in eine Matrix eingeteilt, um so besser die Positionierung erkennen zu können.

Wie zu erkennen ist, wird der Markt der allgemeinen Verzeichnisse ohne spezielle regionale Ausrichtung eindeutig von Das Telefonbuch dominiert. Hier scheint auch kein weiterer Bedarf an Konkurrenz vorhanden, zumal der Hauptanbieter der Telefonanschlüsse konsequenterweise auch die Daten hierüber haben und veröffentlichen sollte. Weiter interessant ist, dass vermeintlich sehr regional bezogene Angebote wie das Örtliche oder die Gelben Seiten, zwar schon sehr regional kategorisieren, jedoch keine bzw. kaum aktuelle Regionalangebote parat haben. Einzig das kleine Pflänzlein von der Deutschen Post – allesnebenan.de, welches nunmehr schon seit mehr als 6 Monaten im Bet-Testbetrieb läuft, scheint hier eine Lücke des Marktes zu bedienen. Ich denke, derartige Ansätze sollte man weiter beobachten, zumal sich nun auch allgemeine Preisvergleiche wie günstiger.de nunmehr auf den Weg machen, sich regional aus zu richten.

In den nächsten Teilen werde ich dann einzelne Portale genauer betrachten und versuchen einen allgemeingültigen Kriterienkatalog zum objektivierten Vergleich zu entwickeln.

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Regionale Angebotsfinder – eine Serie – Part I

Heute und in den nächsten Tagen möchte ich mich an dieser Stelle ein wenig mit regionalen Angebotsfindern auseinandersetzen. Früher – im Zeitalter vor dem Internet – gab es lange Zeit eigentlich nur ein Medium, welches einem es erlaubte regionale Anbieter zu finden – es waren die Gelben Seiten. Meist ein dicker Schinken, der einem regelmäßig gelifert wurde, oder den Oma nach Hause schleppen durfte. Nun im WWW-Zeitalter, haben sich viele verschiedene Anbieter auf den Weg gemacht, diese Lücke zu füllen. Dabei können wir folgende fünf Ansätze feststellen:

Verzeichnisse:  Telefonbuch, DasÖrtliche, Gelbe Seiten, Klicktel, GoYellow

Produktfinder:  Preissuchmaschine, Ciao, idealo

regionale Verzeichnisse / Communities: meinestadt, Qype

regionale Anzeigenmärkte: Quoka, kalaydo

Lieferantensuchmaschinen: Werliefertwas

Dabei sind die Größenverhältnisse lt. IVW teilweise erheblich unterschiedlich:

Erstaunlicherweise folgt auf ein reines Informationsmedium wie Telefonbuch schon eine Hybrid wie meinestadt. Entgegen der umfangreichen Außendarstellung und Bewerbung, die eine vermeintliche Größe unterstellt, liegt ein GelbeSeiten nur im Mittelfeld nach Visits.

Interessant ist auch die Entwicklung innerhalb dieser Kategorien in den letzten drei Monaten einmal näher zu betrachten:

Wie zu erkennen, steigen Angebote, die einen Community Aspekt beinhalten wie meinestadt oder Qype an, wohingegen reine Verzeichnisse stagnieren oder gar sinken.

Woran dies liegen kann, was die einzelnen Portale bieten und wie man sie vergleichen kann, all dies wird in den folgenden Kapiteln folgen,

Telefonbuch noch zeitgemäß?

Wann haben Sie das letzte Mal in einem Telefonbuch geblättert?
Das Telefonbuch ist ein Gebrauchsgegenstand, dessen Existenzberechtigung die einen nicht in Frage stellen, weil sie es nach wie vor wie selbstverständlich nutzen. Doch bei den anderen setzt es inzwischen Staub an, während Telefonnummern und Adressen im Internet recherchiert werden. Und wenn man sowieso ständig per Flatrate online ist, braucht man das gute, alte Telefonbuch dann überhaupt noch?


Die Herausgeber vom TVG Verlag sagen: Ja. Und verbessern ihr Traditions-Nachschlagewerk daher auch konsequent. So gibt es zum Beispiel die Berliner Ausgabe seit neuestem wieder in nur einem Band, welcher dann auch feierlich an Bürgermeister Klaus Wowereit übergeben wurde.
Damit nicht genug: Der TVG Verlag hat sogar Werbespots drehen lassen, um den dicken Wälzer Jung und Alt ans Herz zu legen. Die drei kurzen Filme sind aktuell auf YouTube zu sehen:
Spot 1: „Reife Dame und die Männer“
Spot 2: „Tante Hilde schnell finden“
Spot 3: „Frauen wissen’s oft besser“
Uns hat der Ansatz, im Internet per Video für Telefonbücher zu werben, aufhorchen lassen. Daher möchten wir die Gelegenheit nutzen und eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit von Telefonbüchern anzetteln. Wie gefallen Ihnen die Spots? Finden Sie sie unterhaltsam, originell, langweilig oder einfach nur kurios? Überhaupt noch zeitgemäß? Wie beurteilen Sie die Zukunft des Telefonbuchs generell?
Und hier ein Diskussionsbeitrag von Sascha Lobo: http://twitpic.com/1wyyxr
Über Rückmeldungen und/oder Kommentare bei YouTube freuen wir uns.

Quelle:

Redaktionsbüro Konstantin Breyer
Wachtelstraße 41b
22305 Hamburg