Social Media Marketing – aber wo?

Alf Drollinger hat seine Serie in gewohnter Weise umfang- und kenntnisreich fortgesetzt und beschäftigt sich nun mit der Frage – was sind überhaupt die relevanten Träger von Social Media Marketing und was nicht. Zu letzterem führt er aus:

Social Media lebt von der Möglichkeit mit seinen Kunden in Augenhöhe zu kommunizieren, mehr über seine Käufer zu erfahren und dabei den Schneeballeffekt vernetzter Plattformen zu nutzen.

Web1.0 oder was nicht wirklich Social Media ist

Fangen wir mit einigen Portalen an, die wegen mangelnder Vernetzung und nicht existentem Schneeballeffekt keine Möglichkeiten für Social Media Marketing bieten. Dazu gehören regional starke Portale wie Wer-kennt-wen.de oder Lokalisten.de, die trotz guter Benutzerzahlen keine Möglichkeit von SMM Placements bieten und virale Marketingkonzepte nicht zulassen. Oft genannt, aber als Portal für SMM völlig deplaziert: Wikipedia. Wikipedia ist zwar eine globale, überdimensional suchmaschinenrelevante Seite und eigentlich auch bestes Beispiel für Social Media, aber die Enzyklopädie erlaubt keinerlei Social Media Marketing. Wikipedia ist nur deshalb oft genannt, weil jeder SEO darauf erpicht ist, einen Backlink dauerhaft dort platziert zu bekommen. Die nächste Absage geht an Stayfriends. Es war zwar jeder mal Schulabgänger, trotzdem ist Stayfriends eine Nischenplattform und obendrein unzureichend vernetzt.

Sicherlich gibt es noch viele Webseiten die keine Social Media Plattform sind, aber die vier vorgenannten sind für die Definition ausreichend. Kommen wir zu den echten Social Media Portalen

Danach stellt er die wohl prägnantesten Vertreter des Web 2.0 vor und eruiert die dortigen Möglichkeiten sinnvoll Social Media Marketing vorzunehmen. Wie ich meine eine sehr gute Übersicht und sehr anschaulich und gut analysiert. Hier nur einige Screens zum Appetit anregen auf seinen spannenden Artikel!

FACEBOOK, TWITTER, YOUTUBE, SLIDESHARE, XING, WORDPRESS

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Social Media Marketing für KMUs?

Alf Drollinger & Friends haben eine neue Serie gestartet, die sich ausführlich mit dem Thema „Social Media Marketing“ und im Speziellen auch für KMUs beschäftigt. Ich finde diese hervorragend und erlaube mir an dieser Stelle, die m.E. wichtigsten Stellen zu zitieren:

Kleine Unternehmen sind noch nicht bei Social Media angekommen. Manche von Ihnen sind glücklich gerade Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenmarketing für sich entdeckt zu haben. Einige Mittelständler und insbesondere Online-Shops starten schon erste Gehversuche und betreiben Social Media auf Sparflamme. Lediglich im IT- und Web-Bereich sind kleine und große Unternehmen gleichermaßen vertreten. Die Frage, ob der große Aufwand und das unkalkulierbare Risiko also vertretbar sind und Social Media Aktivitäten überhaupt mittel- oder langfristig Erfolge erzielen können sei also gestattet.

Ich denke daß insbesondere kleine und mittelständische Betriebe von Social Media profitieren können, da hier grundsätzlich jeder auf Augenhöhe kommunizieren kann und man nicht die Budgets von Konzernen benötigt um dabei zu sein und wahrgenommen zu werden. Im Vergleich wäre es für ein KMU unmöglich mal eine TV-Werbung oder eine Doppelseite im Spiegel zu schalten.

Entscheidend für Social Media ist aber die Ausrichtung eines Unternehmens. Ein Fertigungsbetrieb, der für 20 Industrieunternehmen produziert, wird erst einmal keine Möglichkeiten sehen, seine Vertriebsaktivitäten durch Social Media Marketing zu unterstützen. Wer also rein mit diesen Absichten an Social Media herantritt, wird es schwer haben. Dabei sagt es der Begriff bereits: Sozial. Möglicherweise gibt es andere Ansatzpunkte. Der Geschäftsführer oder Personalchef eines Unternehmens, egal welcher Größe kann sich über die sozialen Kompetenzen seiner Bewerber informieren. Das selbe gilt natürlich für die bereits eingestellten Mitarbeiter, die eventuell einen “Sonne, Strand und Dosenbier”-Post loslassen, während sie todkrank-geglaubt sind. Etwas weiter gedacht, könnte man die Mitarbeiter auch anleiten und motivieren, Social Media mitzugestalten und Ihnen eine Soziale Plattform in Form einer Facebook-Fanpage bieten. Natürlich steht dort dann auch mal, daß Kollege Müller heute nicht so gut drauf ist, weil die Silberhochzeit gestern feuchtfröhlich endete, aber was solls.

Social Media fordert also eine unternehmerische Grundhaltung und da ist nach meiner Erfahrung schon mal nicht jedes Unternehmen kompatibel.

Gehen wir aber einen Schritt weiter. Die Kollegen sind bereits auf der Fanpage aktiv und hier und da gesellen sich einige “Fremde” dazu. Der Verkäufer von Lieferant XY zum Beispiel, später auch der Einkäufer eines großen Kunden und irgendwann entsteht das, was eigentlich Sinn von Social Media ist: ein offener, reger Austausch und Interaktion, die nicht einseitig von Marketing oder PR bedient werden muß.

Social Media Marketing für KMUs

Und? Ist es Ihnen aufgefallen. Der letzte Absatz trägt die Überschrift “Social Media für KMUs”, Marketing ist etwas anderes. Wenn Sie konkretes SMM betreiben möchten, ist es wie im echten Leben. Man kann Marketing auch selbst betreiben, Flyer mit Word gestalten, in der Internetdruckerei auf Papier bringen lassen und unkontrolliert als Beileger in Altpapiertonnen verteilen lassen oder man kann zuerst ein Konzept erarbeiten und eine ernsthafte Kampagne starten. Trotzdem müssen Sie im Bereich Social Media zuerst starten. Den Versuch, ohne Social Media Erfahrung, gleich eine Kampagne starten zu wollen, bezahlen Sie sonst unter Umständen teuer.

Social Media beginnen

Soweit so gut, aber wie startet man mit dem Social Media Engagement? Einfach Accounts auf Facebook, Twitter und Co. anlegen reicht dafür nicht aus, soviel kann ich gleich sagen. Für den Start in sollte man sich zuerst eingehend informieren – was eventuell sogar mit diesem Artikel beginnt und sich mit dem 2ten Part “Social Media Plattformen” schon morgen fortsetzt, dann sollte man sich eine Strategie mit Zielen und konkreten Schritten erarbeiten und man sollte – sofern man nicht selbst in Personalunion alles machen möchte – entsprechend verantwortliche Mitarbeiter einsetzen. Wichtig ist auch die Kommunikation der Social Media Maßnahmen an die gesamte Belegschaft, damit im Unternehmen ein Grundverständnis für diesen Weg da ist. Das schlechteste was passieren kann, ist nämlich das Unverständnis à la “Warum wird Geld für so einen Quatsch ausgegeben, während im Frühstücksraum immer noch der Kühlschrank defekt ist”. Solchen Unmut, der das ganze Social Media Vorhaben torpedieren könnte, sollten Sie auf jeden Fall vermeiden.

Wenn Sie mit Ihren Mitarbeitern ein Konzept gefunden haben und startbereit sind, gilt die nächste Frage der Art der Kommunikation und verfügbarer Medienformate: Text, Bilder, Videos und Präsentationen und damit schlußendlich auch der nutzbaren Plattformen für Ihren Einstieg. Es muß nicht immer bei Facebook und Twitter losgehen.

Städteranking bei Twitter – Düsseldorf liegt an der Spitze

Gefunden bei der Nürnberger Zeitung:
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Sie sind das neue Marketinginstrument der Unternehmen, das neue Phänomen im Internet: die sozialen Netzwerke. Die bekanntesten unter ihnen sind Facebook, studiVZ, MySpace, Twitter oder auch YouTube. Ein sehr geringer finanzieller Aufwand macht es möglich mit diesen
Netzwerken ein sehr großes Publikum zu erreichen. Diese Mittel entdecken nun immer mehr Städte für sich und betreiben damit mal mehr, mal weniger intensiv Stadtmarketing. Schließlich wird es immer wichtiger sich in sozialen Netzwerken zu präsentieren.

Aus einer Pressemitteilung der Dresdner FDP hervor, dass »Dresden das Interzeitalter völlig verschläft.» Weder ist die Stadt noch der Dresdner Tourismus auf einer der Plattformen vertreten. Nach Meinung von Johannes Lohmeyer büßte der Dresdner Tourismus im letzten Jahr deshalb etwa 10% der Arbeitsplätze ein. Gutes Stadtmarketing muss offenbar auch die Netzwerke nutzen.

Andere Städte machen es besser. Unter den 15 größten Städten Deutschlands (Quelle: destatis 31.12.2008) twittern bereits 10 ganz offiziell, entweder mit einem Twitter-Symbol auf der Hauptseite oder mit einem Hinweis bei Twitter auf das Presseamt. Hamburg, München, Köln, Frankfurt a.M., Dortmund, Düsseldorf, Bremen, Leipzig, Duisburg und Nürnberg sind unter den fleißigen Städten. Man misst sich an Followern – also Personen die den Twitter der Stadt abonniert haben – und an Tweets – die Anzahl der Meldungen, die man
verfasst hat. Führend bei den Followern ist Hamburg (5000), gefolgt von München (2300). Die Stadt Nürnberg (980) landet auf dem 7. Platz, genau wie bei den Tweets (270). Hier führt die Stadt Köln 30 (1900) vor Frankfurt am Main (1870). Es gilt in maximal 140 Zeichen ein Thema auf den Punkt zu bringen und viele Interessen anzusprechen. Themen die getwittert werden betreffen mehrheitlich kulturelle Veranstaltungen, Hinweise zu Baustellen in der Stadt oder Angebote von städtischen Einrichtungen. Oft ist es nur ein kurzer Satz, der auf einen Link mit mehr Information verweist.

Die erste Meldung im Twitter veröffentlichte das Online-Büro der Stadt Nürnberg am 27. Februar 2009 und war damit bei den 15 größten Städten vorne mit dabei. »Wir müssen noch herausfinden welche Themen unsere Follower interessieren. Unsere erfolgreichsten Themen waren bis jetzt Google Street View und die Webcam der Stadt», sagt Robert Hackner, Leiter des Online-Büros. »Eigentlich wollten wir zuerst den Namen ’nuernberg_de‘ besetzen, doch nun versuchen wir eine Offensive um zu sehen ob und wie viele Menschen wir dadurch erreichen können.»

Die Stadt Mannheim hatte es wohl etwas verschlafen sich den Namen bei Twitter zu sichern und ging deswegen gegen die Firma mikogo.de vor Gericht. Mikogo.de hat sich den Namen ‚Mannheim‘ bereits 2007
sichern lassen.

Seit Februar 2010 fanden sich beim Twitter von nuernberg_de rund 12% mehr Follower ein. Die Congress und Tourismuszentrale Nürnberg (nuernberg_info) sowie Nürnberg Kultur (nuernbergkultur) twittern fleißig mit.

Auch auf Facebook sind einige Städte präsent. Es ist jedoch recht schwierig herauszufinden, welche Gruppe offiziell vom Presseamt bzw. der Tourismuszentrale eingerichtet wurde und welche von Privatleuten betrieben wird.

Nürnberg hat mittlerweile fast 12.000 Fans auf Facebook und liegt damit auf Platz 4 im Städtevergleich. Führend ist hier Berlin mit über 120.000 Fans.

Die Stadt Duisburg ist eine der aktivsten Städte in 60 den neuen Medien und betreibt sogar einen eigenen YouTube-Kanal. Aktuell haben die Videos der Tanztage und der Podcast des Bürgermeisters die höchsten Klickzahlen. Die Hansestadt Hamburg hat eine Seite bei MySpace und präsentiert dort die aktuellsten Informationen und Videos. Auf der Seite der Congress und Tourismuszentrale Nürnberg (CTZ) findet sich zwar kein Link zu Flickr, doch wenn man danach sucht, findet man Fotos vom CTZ auf der eigenen Seite beim Bilderportal.

Es ist schwierig den Erfolg dieser neuen Strategien zu messen und das lässt wohl noch viele Städte zögern. Die Kosten sind zwar gering, aber es muss viel Zeit aufgewendet werden um die Auftritte in den Netzwerken zu pflegen.