Nutzen und/oder Unsinn der Do-it-yourself Homepages

Was momentan ja unübersehbar von der namhaften United Internet AG / 1und1 AG massiv im TV beworben wird, sind die sog. Do-it-yourself Homepages für Unternehmen und Freiberufler. Mit einem scheinbar sensationellen Preis von 9,99 EUR im Monat suggeriert man hier Erfolg im Internet zum Spotpreis. Was steckt aber nun dahinter?

Im Prinzip bietet man, wie dies bereits viele kleinere Unternehmen getan haben, fertige Templates zur Auswahl an, die man als unbedarfter Laie recht gut adaptieren kann im weitesten Sinne. Soweit, so gut. Aber wo liegt nun der Nutzen einer solchen Website für den Freiberufler / Unternehmer? Viel mehr als eine Visitenkarte im Internet kann ich darin nicht erkennen. In  Anbetracht der Tatsache, dass es bereits mehr als 180 Mio. Websites weltweit gibt und eigentlich nur die von Relevanz sind, die mit Ihren Stichworten bei Google auf Seite 1 gelistet werden, dann fällt einem schnell was auf. Wo ist die Nachhaltigkeit meiner „Billigwebsite“ – kann Sie mir geschäftlich überhaupt was nutzen?

Ich sage – wenn ich nur eine Visitenkarte im Netz haben will – ja, dann ist das ok. Wenn ich messbares Marketing machen will – sprich neue Kundengruppen erschließen oder Kunden binden, dann geht dies mit einem solchen Baukasten nicht und diese Dienstleistung wird auch nich in diesem Paket mit angeboten. Aber genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen und auch ein noch so kleines Invest (in diesem Fall unter 120 EUR p.a.) ist eine rausgeschmissenes Invest, wenn kein Return vorliegt. Dies sollte man doch dabei bedenken, wenn man eine derartige Website anlegt.

Um es vereinfacht zu sagen – eine derartige Website ist wie wenn ich mitten in der Eifel eine Boutique eröffne. Irgendwie ist das schön, aber ich muss nun auch noch die Kunden irgendwie da hinbringen. Und das kann teurer werden, als wenn ich einen kleineren Shop in einer gutgehenden Shoppinmall in Köln eröffne oder gleich mit Profis ein rundes Marketingkonzept zum fairen Preis habe entwickeln lassen.

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Wie schade ist das denn? ;-) Smartpad vor dem Aus!

Als ich die Meldung vor kurzem las, dass United Internet / 1&1 einen Ipad Konkurrenten etablieren wollten, konnte ich nur schmunzeln. Schon damals dachte ich – „Schuster bleib bei Deinen Leisten“. Haben wir nicht allzu oft gesehen,was passiert, wenn Softwareläden ins große Hardware Geschäft einsteigen wollen – ich sage nur Klicktel und ihr berühmtes Navi. Das ist ein ganz anderes Business. Hohe Entwicklungskosten, wenn man was vernünftiges machen will, hohe Investitionen, um den Stückpreis auf ein erträgliches Maß zu senken, etc. etc.

Und nun müssen wir lesen:

Nicht smart genug: 1&1 gibt SmartPad auf


Wenn man folgendes liest:

Laut Konzern-Chef Dommermuth hatte 1&1 ursprünglich 25.000 SmartPads von seinem asiatischen Zulieferer NEC bestellt. Als Aus für das SmartPad wird nun ins Feld geführt, dass eine Neuproduktion von weiteren Geräten mehr als ein Jahr Zeit in Anspruch nehmen würde. Da in der Zwischenzeit aber zahlreichere bessere Geräte auf dem Markt erschienen sind beziehungsweise erscheinen werden, habe das SmartPad keine Zukunft mehr.

Muss man sich doch fragen:

– haben die zu viel Geld?-
– Langeweile?
– wie professionell und ernsthaft wurde das Ganze betrieben?
– war es nur ein Marketing-Gag?

Letzteres würde mir echt Respekt abzollen, denn das wäre in der Tat mehr als cool und hätte sein Ziel auch erreicht!

Bin gespannt auf den nächsten Coup!